Geschichte von Pfeffingen

Pfeffingen ist aufgrund seines Wortstammes "ingen" auf einen alemannischen Ursprung zurückzuführen. Es handelte sich um eine gemeinschaftliche Gründung durch die Sippe des Pfeffo, genannt Pfeffinger.
Zwischen 500 und 600 n.Chr. als Ursiedlung gegründet, war Pfeffingen Ausgangspunkt für die Besiedlung der Gegend. Dies erklärt auch die immense Bedeutung, die dieser Siedlung in der folgenden Zeit zukam. So war Pfeffingen nicht nur rechtliches (Gerichtssitz, Gefängnis) und kirchliches Zentrum (Mutterkirche St. Peter mit drei Filialkapellen und Friedhof), sondern vielmehr auch Mittelpunkt des wirtschaftlichen Schaffens. Es befanden sich dort die Gemeindeweide, die Bannmühle und der Ziehbrunnen.
Der Ort besaß im Mittelalter eine kleine Burg, die wahrscheinlich nur aus Turm und Mauerbering bestand (sog. Turmhügelburg). Sie ist im Ungsteiner Weistum, das längst vor 1400 entstanden sein muss, folgendermaßen beschrieben: "Der Turm zu Pfeffingen soll ein so hoher Bau sein, dass man ein Schiff im Rhein sehen kann". Dies ist natürlich nur bildlich gemeint, zeugt aber davon, dass man bestrebt war, von hier aus weit ins "Bruch" hinabsehen zu können.
Die zu dem Gerichtssitz Pfeffingen gehörigen Orte treten im späteren Mittelalter als Grafschaft Pfeffingen auf. Die Grafen von Leiningen erhielten diese 1506 zum Lehen. Bei dem Hause Leiningen verblieb nun Pfeffingen, Ungstein und Kallstadt bis zum Ausbruch der französischen Revolution im Jahre 1789. Immer aber blieb die Kurpfalz als Lehnsherr der Eigentümer dieser Orte, die rund 800 Jahre vorher aus dem Besitzstand des Klosters Weißenburg an das salische Kaiserhaus und dann zur Pfalzgrafschaft gekommen war .
